10 Tipps für ein entspanntes Shooting: Warum manche Menschen fast immer ansprechende Bilder erhalten!

Der Fotograf verbrachte drei Stunden hinter der Kamera. Das Model drei Stunden davor.

Über viele Shootings lässt sich nicht mehr sagen als diese zwei Sätze. 

 

Es gibt fotogene Menschen und wenn der Fotograf sein Handwerk versteht, entstehen bei so einem Shooting schöne Bilder. Meistens ist es aber Zufall. 

Heute gebe ich Dir 10 Tipps mit auf den Weg, die für ein entspanntes Shooting sorgen. Und somit für ansprechende Bilder. 

Wenn Du viele dieser Tipps schon kennst: Prima! Dann laufen Deine Shootings ja schon entspannt ab! Sonst heißt es: Aufmerksam lesen und umsetzen!

Die 10 Tipps sind kein Hexenwerk. Du wirst aber gleich sehen, dass sie wirklich helfen. Und Du kannst sie als Fotograf umsetzen und als Model. Am besten aber setzt Du sie gemeinsam mit Deinem Gegenüber um. 

Deswegen hier gleich…

 

Tipp 1: 

Fotograf und Model arbeiten an einem gemeinsamen Ziel! Nur wenn beide an einem Strang ziehen entstehen gute Bilder! Klingt einfach und einleuchtend? Ist aber leider nicht immer selbstverständlich. 

Egal ob Fotograf und Model Profis sind; ob einer von beiden Profi ist oder beide Anfänger sind: Gemeinsam tragen sie die Verantwortung für ein gelungenes Shooting! 

 

 

Tipp 2:

Um an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, muss das Ziel definiert sein! Sprecht vorher über das Thema der Bilder. Darüber für welchen Zweck sie erstellt werden. 

Das klingt so einfach und selbstverständlich - trotzdem kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Weniger, wenn Fotograf oder Model bezahlt haben. 

Geld regiert die Welt und wer bezahlt hat, gibt natürlich vor was geshootet wird. 

Aber auch wenn ich bezahlt habe, gibt mir das keinen Frei-Fahrtschein. 

Shooting-Bereiche müssen vorher abgeklärt sein. Noch wichtiger ist das beim TFP-Shooting. Welchen Zweck verfolgt das Model mit dem Shooting? Welchen der Fotograf? TFP-Shootings dienen in aller Regel der Erweiterung der Sedcard oder sind Test-Shootings. Wer möchte Was testen? Kläre das Alles unbedingt vorher ab. 

 

Tipp 3:

Eine lockere Atmosphäre ist für ein gelungenes Shooting Vorraussetzung. Dazu ist Kommunikation wichtig! Redet miteinander. Klingt wieder total einfach. Aber nicht jeder Mensch kommt als Entertainer auf die Welt. Zur Not musst Du das üben!

Hier sehe ich die Verantwortung eher beim Fotografen. Meistens befindet er sich in einer vertrauteren Umgebung als das Model - das Fotografieren ist sein tägliches Werk. 

 

Solltest Du also der Fotograf sein: Sorge dafür, dass Dein Model sich wohl fühlt. Neben der Kommunikation gehört dazu, dass z.B. Getränke und Snacks bereitstehen. 

(Um ein paar Klischees zu pflegen: Models sind eh dürr; die klappen sonst zusammen!:-))

Wenn das Fotograf am Ende des Shootings sagt: „Jetzt noch 10 Minuten, dann haben wir es geschafft“, ist definitiv etwas falsch gelaufen. 

Statt dessen sollte er sagen: „Schade, nur noch 10 Minuten! Jetzt legen wir uns noch mal richtig ins Zeug um aus diesen 10 Minuten besonders ansehnliche Bilder rauszuholen.“

Als Model beeinflusst Du diesen Tipp vor allem durch das berücksichtigen von…

 

 

Tipp 4:

Die Wahl des „richtigen“ Fotografen. Natürlich sollte der Fotograf eine großartige Sedcard haben Zumindest eine die Dich anspricht. Viel, viel, viel wichtiger ist aber: Die Chemie muss stimmen! Model und Fotograf müssen zueinander passen. 

Wie findest Du heraus ob das der Fall ist? Am besten telefoniert ihr vorher miteinander. Dann merkt ihr schnell ob es passt. Oder nicht!

Aber auch schon beim Schreiben über Email, Facebook oder WhatsApp merkst Du, ob Du mit Deinem Gegenüber warm wirst. Am Telefon lassen sich aber viele Probleme schnell lösen, für die man sonst dutzende von Nachrichten hin und her schreiben müsste. 

 

Tipp 5:

Begleitpersonen dürfen kein Problem sein. Wenn das Model es möchte helfen sie die Atmosphäre zu lockern. Natürlich darf die Begleitung nicht stören; ist das Model zu sehr abgelenkt, kann man sie auch mal vor die Tür schicken. Aber eine Begleitperson abzulehnen führt entweder zu einer Absage des Shootings oder zu einem angespannten Model.

 

 

Tipp 6:

Der Zeitpunkt des Shootings muss so gewählt sein, dass Stimmung, Licht und Wetter stimmen.

Glaubst Du, dass großartige Bilder nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder im Job entstehen können? 

 

Vor allem muss ausreichend Zeit vorhanden sein. Viele Menschen brauchen vor der Kamera eine gewissen Anlaufzeit. Und das Shooting sollte nicht vorbei sein, sobald alle warm sind. Oft entstehen die eindrucksvollsten Bilder im letzen Drittel eins Shootings.

 

Tipp 7:

Sei immer gut auf das Shooting vorbereitet. Es gibt nichts nervigeres als Fotografen die bei Beginn des Shootings feststellen, dass der Akku der Kamera nicht geladen ist; und Models die bemerken, dass sie das Outfit daheim vergessen haben. Auch die Wahl der Location und das Bereitstellen von Requisiten gehören dazu. Und will man bei einem Shooting etwas mehr Haut zeigen, sollte in den Stunden davor an dieser Stelle keine einschnürende Kleidung getragen werden. Das gibt Abdrücke. 

Am besten legst Du Dir als Fotograf oder Model eine kurze Checkliste an, die Du vor dem Shooting durch gehst. (Eine solche Liste werde ich auch bald veröffentlichen.)

 

Tipp 8:

Sowohl als Fotograf, wie auch als Model solltest Du Dir vorher ein paar Posings ansehen. Davon gibt es mehr als genug im Internet zu finden. Hier kommt es aber auf den Erfahrungsstand der Beteiligten an. 

Du musst aber auch Raum für Spontanität lassen. Authentizität kommt von innen; d.h. das Model muss sich in der Pose wohlfühlen und sie gegebenenfalls anpassen.

 

9. Tipp:

Wenn es zum Thema der Bilder passt sollte immer eine Visagistin dabei sein. Ich habe es selber lange nicht geglaubt, wie groß der Unterschied ist. Aber er ist gewaltig! 

 

 

10. Tipp:

Der letzte Tipp kommt erst nach dem Shooting zum Einsatz: Die passende (wenn möglich gemeinsame) Bildauswahl und die Bildbearbeitung. Ich biete immer an, dass die Bildauswahl gemeinsam mit dem Model erfolgt. Dazu gibt es tolle Online-Dienste, die das einfach möglich machen. In einem der nächsten Blog-Beiträge werde ich meinen Workflow nach dem Shooting vorstellen. 

 

 

Du siehst, wenn Du diese Tipps beherzigst, steigt Deine Chance auf großartige Bilder stark an.

 

Wenn Du also das nächste Shooting planst, versuch einfach diese 10 Tipps zu beherzigen. 

Und dann gib mir eine Rückmeldung. Haben die Tipps geholfen? Hast Du großartige Bilder als Ergebnis erhalten? 

Hast Du Dich - vor oder hinter der Kamera - wohl gefühlt? 

 

Ich freue mich auf Deinen Bericht!

 

 

Liebe Grüße,

 

 

 

Simon

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